Betriebliche Gesundheitsförderung

Was ist betriebliche Gesundheitsförderung?

Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist eine Handlungsstrategie, die darauf abzielt, Gesundheitsressourcen im Unternehmen aufzubauen. Da die Arbeitsunfähigkeitstage (AU) immer weiter ansteigen und sowohl Präsentismus (Anwesenheit trotz Krankheit) als auch Absentismus (motivationsbedingte Abwesenheit) einen Anstieg verzeichnen, kooperieren mittlerweile auch Krankenkassen und Unternehmen mit dem Ziel, gesündere Arbeitsumgebungen für gesündere Mitarbeiter zu schaffen.

Gesunde Arbeitsbedingungen für gesunde Mitarbeiter

Ein individuell angepasstes Arbeitsumfeld und gute Arbeitsbedingungen sind der Grundstein für gesunde Mitarbeiter. Durch Prävention physischer und psychischer Beschwerden können Sie erreichen, dass Ihre Mitarbeiter gesünder und auch leistungsfähiger sind. Das Ziel betrieblicher Gesundheitsförderung ist es, dauerhaft für einen gesunden Lebensstil und eine positivere Grundeinstellung der Beschäftigten zu sorgen und so langfristig und nachhaltig die Ausfallzeiten und Krankheitstage der Belegschaft zu reduzieren. Dadurch erreichen Sie weniger Präsentismus und weniger Absentismus. Betriebliche Gesundheitsförderung sorgt also nicht nur für das Wohlergehen der Mitarbeiter, sondern beugt auch dem Produktivitätsausfall durch Verringerung der Arbeitsunfähigkeitstage vor. Aber auch die Tatsache, dass Deutschlands Bürger im Durchschnitt immer älter werden, kann für Unternehmer eine Herausforderung sein. Hier muss ein Unternehmen nicht nur ergonomisch qualitative Arbeitsumfelder erschaffen, sondern auch für altersgerechte Aktivitäten sorgen - denn mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko für gesundheitliche Probleme und Belastungen.

Auswirkungen ungünstiger Arbeitsplatzgestaltung und ungesunder Arbeitsbedingungen

Aus einer Studie des Helmholtz-Zentrums München und des Klinikums rechts der Isar geht hervor, dass Menschen durch starke physische Strapazen am Arbeitsplatz oder durch Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus, wie er bei Schichtarbeitern auftritt, psychische Belastungen davontragen. Diese Belastungen können nachweislich das Depressions- und Suizidrisiko erhöhen. Überstunden, Schichtarbeit in Wechselschichten, Lärm oder Akkordarbeit sind nur einige der Faktoren, die zu untragbaren Anspannungen führen. Arbeitsbedingungen beeinflussen sogar die kognitive Fähigkeit: Während anspruchslose, mehr physisch und visuell fordernde Arbeit keinen positiven Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit ausübt, wirkt sich eine anspruchsvolle Tätigkeit wie das Einarbeiten in neue Themen- oder Tätigkeitsfelder äußerst positiv auf die kognitive Leistung aus.

Man spricht von sogenannten berufsbezogenen Problemen oder auch von Arbeitsstörungen, wenn sich aus der Arbeit heraus physische oder psychische Probleme ergeben. Diese Arbeitsstörungen können zu einem verminderten Wohlbefinden oder sogar zu einer Schädigung in physischer, psychischer oder sozialer Hinsicht führen. Zu berufsbezogenen Problemen wird das Burnout-Syndrom, Mobbing und unter anderem auch die Arbeitsphobie gezählt.

Psychische Leiden sind Ursache für eine deutlich längere Arbeitsunfähigkeitsdauer als bei physischen Beschwerden. Psychischen Beschwerden gilt es entgegenzuwirken, da häufig ein Zusammenhang zwischen psychischen Problemen und den Arbeitsbedingungen besteht.

Doch welche Gegenmaßnahmen gibt es?

Der erste Schritt ist denkbar einfach: Ungünstige Arbeitsbedingungen müssen eliminiert oder zumindest abgeschwächt werden. Zu ungünstigen Arbeitsbedingungen zählen Arbeitsfaktoren wie Zeit- und Termindruck, Lärm, Fremdbestimmtheit und Verantwortungsdruck oder auch die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Ebenso belastend wirken sich Faktoren aus, welche die Arbeitsorganisation betreffen, beispielsweise fehlende Strukturen oder fehlende Pausen. Auch körperliche Schwerarbeit, Unterforderung (Bore-Out), Überforderung (Burnout), Bewegungsmangel und falsche Körperhaltung können Belastungen sowohl psychischer als auch physischer Art hervorrufen.

Die ergonomischen Faktoren sind bei der Förderung der Betriebsgesundheit nicht zu vernachlässigen: In Betrieben mit überwiegend sitzend tätigen Arbeitnehmern sind falsche Bewegungen, eine einseitige Körperhaltung oder gar die Kompensation ungünstiger Arbeitsplatzgestaltung der Grund für Rückenschmerzen oder ähnliche physische Leiden. Diese typischen betrieblichen Ursachen für Schmerzen und Fehlhaltungen lassen sich allerdings zum großen Teil durch ergonomisch anpassbare Stühle und Tische reduzieren, die auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter eingestellt werden.

Gesundheit für Ihre Mitarbeiter: Maßnahmen für gesundes Arbeiten

Jedes Unternehmen sollte Maßnahmen für die betriebliche Gesundheitsförderung regelmäßig wahrnehmen und dauerhaft einsetzen. So kann gewährleistet werden, dass die Mitarbeiter weniger AU-Tage haben und physisch sowie psychisch gesünder sind. Sie haben mehr Freude an der Arbeit und sind produktiver. Die Maßnahmen hierbei sind sehr vielfältig. Die Optimierung der bestehenden Verhältnisse und der Ergonomie im Betrieb ist eine der ersten Maßnahmen, um beispielsweise orthopädischen Beschwerden vorzubeugen.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Der Ausgangspunkt für eine gesunde Arbeitsplatzgestaltung ist die Anpassung des Arbeitsumfeldes an den Menschen und seine Bedürfnisse. Physische Belastungen wie Heben, Bücken, Tragen und vor allem langes Sitzen können schnell an die Substanz gehen. Entgegenwirken können Sie orthopädischen Beschwerden mit der richtigen Schreibtisch- und Bürostuhleinstellung; der Tisch sollte genau wie der Stuhl höhenverstellbar sein. Durch den Einsatz des richtigen Mobiliars kann Muskel-Skelett-Erkrankungen vorgebeugt werden. Mit Hilfe der Ergodynamik bringen Sie mehr Bewegung in den typischen bewegungsarmen Büroalltag. Dynamische Bürostühle oder Sitzunterlagen sind eine Möglichkeit im ansonsten bewegungsarmen Umfeld, um für Mikroreize im Körper zu sorgen. Gelegentliche Bewegung sowie Dehnungs- und Entspannungsübungen sind eine ideale Ergänzung zur Ergodynamik und für das gewünschte Ergebnis unabdingbar.

Gesundheitsfördernde Verhaltensweisen

Unternehmer können durch die Aufklärung zu gesundheitsfördernden Verhaltensweisen und deren aktive Durchführung am Arbeitsplatz langfristig eine bessere Betriebsgesundheit erzielen. Ob das Unternehmen nun gesunde Nahrungsmittel oder aktive Pausen fördert: Der wichtigste Schritt zu einem produktiven Betrieb sind gute Arbeitsbedingungen sowie ein gesunder Lebensstil. Die Einführung von Bewegungsprogrammen und einer gesunden Ernährung im Unternehmen kann bereits ein Beginn zur Förderung von gesunden Arbeitsbedingungen sein. Ebenso muss Suchtproblemen vorgebeugt und die Gesundheitskompetenz gestärkt werden: Unternehmer sollten dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter eine Eigenkompetenz bezüglich Gesundheit, Fitness und Ernährung entwickeln. Dies geschieht am besten durch praktische Maßnahmen und Weiterbildungsangebote.

Weiterbildung

Unternehmer können nachhaltig dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter “gesünder” werden bzw. bleiben, indem sie spezielle Fitnessangebote, -programme oder -kurse anbieten oder deren Teilnahme fördern. Eine bessere Firmenfitness kann durch Gesundheitsmaßnahmen erwiesenermaßen zu einer höheren Produktivität und einer gesteigerten Wertschätzung der Arbeit führen; ein langfristiger Return of Investment (ROI) von 1:6 bestätigt dies.

Fitness für Mitarbeiter

Die Möglichkeiten, für eine gesunde Belegschaft zu sorgen, sind vielfältig und können genau auf das Arbeitsumfeld angepasst werden. Von einer aktiven Pause über Betriebssport bis hin zur Ernährungsberatung ist alles möglich. Ebenso denkbar sind Rückenkurse, Entspannungstraining und die Bildung von Sportgruppen.

Netzwerke und Initiativen für BGF

Das Deutsche Netz für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) und deren Träger, die Initiative Gesundheit & Arbeit (IGA), setzen sich für ein optimiertes Arbeitsumfeld und gesunde Arbeitsbedingungen ein. Die IGA, eine Kooperation aus Verbänden und Krankenkassen wie die AOK, erhebt Daten über Belastungen, Gefährdungen und ihre Folgen und ermittelt aus den Ergebnissen ganzheitliche Ansätze zur Prävention und auch zur Gestaltung von Gegenmaßnahmen.

Betriebliche Gesundheitsförderung in Köln

Um ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) mit seinen Strukturen und Prozessen aufzubauen, fehlt es vielen Unternehmen häufig an Ressourcen und Know-how. PreHelco bietet am Standort Köln und in ganz Nordrhein-Westfalen angepasste und individuelle Leistungen in der betrieblichen Gesundheitsförderung für Unternehmen an – vom Kleingruppentraining über Gesundheitstage bis hin zur Ergonomieberatung am Arbeitsplatz.

500 € Arbeitgeberbonus von der Krankenkasse erhalten

Die Krankenkassen unterstützen durch das Präventionsgesetz gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Verbesserung der betriebsinternen Gesundheit mit einem Bonus: Als Arbeitgeberbonus erhalten Sie 500 Euro und einen Bonus von 100 Euro für jeden teilnehmenden Arbeitnehmer. Arbeitgeber können weitere Boni erhalten, indem sie nicht nur die Durchführung der BGF-Maßnahmen belegen, sondern die BGF aktiv in ihrem Unternehmen verankern und alle zwei Jahre einen Gesundheitsbericht des Betriebs erstellen.

Steigern Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber

Mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement reduzieren Sie nicht nur langfristig und nachhaltig die Krankheitskosten in Ihrem Unternehmen, sondern steigern zudem das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter und ebenso die Attraktivität Ihres Betriebs als Arbeitgeber, dem etwas an der Gesundheit seiner Mitarbeiter liegt.

Mit einem starken Gesundheitspartner wie PreHelco haben sie jemanden an Ihrer Seite, der nachhaltige Lösungen für Unternehmen professionell entwickelt und in Kooperation mit Spezialisten und Partnern aus anderen Fachdisziplinen eine ganzheitliche Betreuung anbietet.

Quellen:

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